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Zu Zeiten der UDSSR war alles noch gut. Die Ukraine war die sowjetische Kornkammer und Russland lieferte Rohstoffe weit unter dem Marktpreis. Unter Brüdern war Geld kein Thema. Aus Firedefreudeeierkuchen wurde jedoch spätestens seit der orangenen Revultion ein handfester Konflikt. Unter der schönen Ex-Unternehmerin und Neo-Regierungschefin Julija Tymoschenko wandte sich das Land Richtung Westen. Lief also quasi zum jahrzehntelang als “Feind” betrachteten Gegener aus Zeiten des kalten Krieges über.
Dieses Verlassen der ehemaligen Bruderschaft ahndete Rußland mit der Forderung, Gas ab sofort nurmehr zu Weltmarktpreisen zu liefern. Dies würde für die weitgehend vom russischen Gas abhängige Ukraine eine drastische Verteuerung der Industrieproduktion und über die Heizkosten auch der Verbraucherpreise bewirken.
2006 eskalierte der Konflikt erstmals, die Ukraine konnte oder wollte nicht zahlen. Die russische Antwort ließ nicht lange auf sich warten, Gazprom drehte den Gashahn zu. Damit versiegten in der Ukraine und in einem Großteil Europas für einige Tage die Hauptgaszufuhr. Kurzfristig kann so ein Ausfall durch Lager und andere Lieferanten kompensiert werden. So geschah es auch 2006. Die Ukraine und Gazprom einigten sich auf eine schrittweise Anhebung des Gaspreises auf Weltmarktniveau. Ende gut, alles gut? Nein.
Pünktlich zum Jahreswechsel entbrennt seither ein Streit rund um die angelaufenen Schulden der Ukraine bei Gazprom, um den Gaspreis, um die Drosselung der Lieferung, um Vorwürfe des Gasdiebstahls usw. Mit jedem Jahr wird es schwieriger, die Streithähne zu zähmen. Bei der Gaskrise 2009 musste bereits auf europäischer Ebene mit EU-Beobachtern und anderen Maßnahmen vorgegangen werden, um eine Einigung zu erzielen. Im Gegenzug zur Erhöhung des Gaspreises fordert die Ukraine nun eine höhere Gebühr für die Durchleitung des Gases nach Westeuropa.
Auch Gazprom ist auf die Ukraine angewiesen, schließlich lässt sich Gas nur dann in Europa an Industrie oder Haushalt bringen, wenn es auch dort ankommt.
In Österreich führt die anhaltende Gaskrise zu Umdenkprozessen in Richtung einer Reduzierung der Abhängigkeit vom russsischen Gas. Ideen reichen von der Förderung alternativer Energieträger über den Ausbau der Wasserkraft (nein, Hainburg bleibt tabu), den Ausbau der Gaslagerstätten zur Kompensierung kurzfristiger Ausfälle bis zur Beschleunigung alternativer Pipeline-Projekte (“Nabucco“).
Man darf weiterhin gespannt sein. Hätte vor 5 Jahren jemand davon gesprochen, dass Geld auf dem Sparbuch unsicher sei und Erdgaslieferungen auch mitten im Winter für länger ausfallen können, man hätte laut gelacht.













Ich finde die sinn einfach “depat”.
Weil eigentlich geht es wieder mal nur um das Geld.
Und das ist bei jeden Krieg, einer jeden Streitigkeit und bei allem wo sich 2 Länder streiten.
Wohlgemerkt ich bin erst 14 und merke das schon.
Das müsste einem schon zum nachdenken geben.
!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Naja, stimmt nicht ganz. Außer um Geld lässt es sich auch um Religion trefflich streiten. Aber natürlich ist Geld schon seeeehr oft der Auslöser. Beim Gasstreit ist es halt so, dass beide Länder nachvollziehbare Argumente haben. Nur leider ist der “Westen” in der Gaskrise der weinende (und nicht der lachende) Dritte …